szmmctag

  • Sommersehnsucht und Magen krank

    Schüttelfrost, Fieber....

    Das ganze Programm.

    Und ich?

    Ich mittendrin mit einer Kiste voller Energie und Sehnsucht nach dem Sommer.

    Na Prima.

  • Mein Gartenprojekt

    Mit dem eigenen Haus haben wir uns vor nun schon fünf Jahren einen Garten miteingekauft. Um eben jenen habe ich mich zunächst gar nicht so gekümmert. Da wuchs alles wild und kunterbunt und genau das durfte dieser Garten noch genau ein Jahr tun. Dann kam Cousin N. mit seinem großen Bagger vorbei und sorgte für strahlende Augen beim Mann. Ursprünglich waren wir davon ausgegangen, dass N. mit einem kleinen "haushaltsüblichen Bagger" vorbei kommen würde; umso mehr überraschte uns der große Radlader vor der Türe. An einem Tag wurde alles platt gemacht. Es tat mir im Herzen weh, die drei Obstbäume zu fällen, die da mitten in der Gegen gewachsen waren, aber es war uns allen klar, dass etwas geschehen muss, wenn wir diesen Garten jemals nutzen wollen. Immerhin konnten wir den Hibiskus retten, der wächst jetzt einfach an anderer Stelle weiter. Nachtragend war er nicht.
    Den restlichen Wildwuchs haben wir lediglich zurück geschnitten und abschließend Rasen gesäht. Jetzt haben wir einen hübschen Kinderspielplatz auf der einen Seite, der von wunderbaren Blumen und Pflanzensträuchern eingewachsen ist, eine kleine Grillstelle und eine fast täglich benutzte Terrasse mit gut belebtem Teich.
    Auf der anderen Seite des Hauses waren Gemüsebeete, die wir natürlich auch erst mal platt gemacht haben. Irgendwie fühlte ich mich damals noch zu jung für den heimischen Gemüseanbau.
    Also wucherte dort erst mal eine von mir völlig übersähte Blumenwiese. Einzig die Ringelblumen, auf die ich mich besonders gefreut hatte, wollten nciht so recht.

    Mit der Zeit bemerkte ich, dass in meinem Garten plötzlich Dinge wuchsen, die zuvor nicht da waren oder eben an einer Stelle, an der sie niemals hätten wachsen sollen.
    D A S hat dafür gesorgt, dass ich mich in meinen Garten verliebte. Dieses eigenwillige Leben, diese unkontrollierbare Natur und die vielen Überraschungen haben mich täglich aufs Neue staunen lassen.

    Tja und da ich ja auch älter geworden bin, habe ich mich in Richtung Gemüseanbau bewegt.

    Völlig planlos habe ich die Blumenwiese vom Mann einebnen und umfräsen lassen. Steine und Unkraut jäten? Quatsch! Ich habe sogleich angefangen, alles Mögliche zu pflanzen, wurde aber von Schnecken, Raupen und merkwürdigen Witterungsverhältnissen eines Besseren belehrt.

    Ich habe einen Salat geerntet, drei Kohlrabi, eine rote Beete und eine Handvoll Mangold. Und wenn ich die Samen, bzw. die Setzlinge rechne, war das preisling eine Deluxe-Gemüse.

    Bei genauerer Betrachtung musste ich aber fest stellen, dass Hecke und Bäume in der Nachbarschaft dem Boden vermutlich ziemlich alles abgenommen hatten, was er an Nähstoffen zu bieten hatte.

    Diese Tatasche habe ich einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht.

    Da ich meine Kinder samstags immer in die städtische Bibliothek bringe, um sich dort von einer Vorlese-Oma beglücken zu lassen, habe ich den Winter über dort in Fachbüchern, Zeitschriften und Ratgebern geschmökert und mich halbwegs fachkundig gemacht.

    Tja....und was soll ich sagen:

    Es ist soweit. Vieles ist schon fertig und manches steht in den Startlöchern.

    Das brach liegende Gemüsebeet habe ich schlichtweg mit dick Zeitungspapier zugedeckt, Hochbeete drauf, die ordnungsgemäß befüllt und das ganze Arreal vom Mann (Ich danke dir so sehr!!) mit Hackschnitzeln abdecken lassen.

    Und ich finde, dass sich das Ganze schon recht gut sehen lassen kann.

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    Am Rand dürfen jetzt noch Heidelbeeren und Stachelbeeren wachsen und die vorderen Beete werden bald restlich mit Erde aufgefüllt und mit Gurken, Zucchini und Tomaten bepflanzt.

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    Hier wachsen in völligem Chaos: Radieschen, Rettiche, Kapuzienerkresse und Karotten. Hier bedanke ich mich ganz herzlich bei meinem Kater Möhre, der aus meinem Hochbeet ein Suchbeet gemacht hat......

    Dafür herrscht im nächsten Beet mehr Ordnung: Erdbeeren und ein bisschen Salat.

    DSC02152 ....und Kohlrabi.

    Irgendwo sind jetzt noch Buschbohnen versteckt und der Rest des ganzen Gemüses trollt sich noch im Anzuchtbehälter auf der Fensterbank.

    Der Kräutergarten ist auch erweitert worden und bietet jetzt immerhin 15 verschiedene Kräuter an. Eine Pracht:

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    Und da Mama eine so begeisterte Gärtnerin geworden ist, wollen die Kinder auch.

    Es ist eben doch keine Frage des Alters.....

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    Und nun gehe ich das Projekt Blumengarten an. Ein Sonnen- und ein Schatten-Staudenbeet sind schon angelegt. Aber da wird es erst im nächsten Jahr bIlder geben. Wenn man das Unkraut nicht mehr dazwischen sieht.

    ;)

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  • Es sind die kleinen Dinge

    Ja, ich weiß; nun sind es schon einige Monate, die ich mich hier nicht mehr habe sehen lassen. Die Lust am Schreiben habe ich anderweitig kompensiert.
    In jüngster Zeit allerdings sind mir immer wieder Momente in den Schoß gefallen, die mich daran erinnert haben, dass es dieses Zimmer hier noch gibt. Und ich finde, es ist Zeit für einen neuen Anstrich. Das Leben bleibt schließlich nicht stehen.

    Was ist alles passiert?
    Nichts Großes und doch so unendlich viel.
    Die Kinder sind schon so groß! Der Osterhase hat tasächlich Schulranzen gebracht, dabei sind die beiden doch erst auf die Welt gekommen. Zwerg I hat sich mal wieder einen Armbruch angetan; der gips ist aber schon wieder weg.

    Haus und Garten werden tagtäglich hübscher. Der Hof ist gemacht, die Beete bepflanzt; eine neue Katze ist eigezogen und von den 17 Goldfischen haben sich 12 über den Winter verabschiedet. Ob sie ausgewandert sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen; jedenfalls habe ich nur drei Kadaver im teich gefunden.

    Der Gartenzaun hat einen hellgrauen Anstrich bekommen und alles gleicht einem Artikel aus einer dieser Landliebezeitschriften.
    Und ich?

    Ich bin mittendrin in diesem Idyll und schaffe es in der Tat ab und an die Luft anzuhalten, einen Gang herunter zu schalten und mir gewahr zu werden, wie und wo ich mein Leben verbringen darf.
    Gut, der Job hat mal wieder die eine oder andere Herausforderung für mich parat aber dafür hat mir meine persönliche Kräuterhexe Weihrauchkapseln gegeben, die mich zur Lässigkeit bewegen. Und außerdem setzt das Leben außerhalb des Broterwerbs ein solches Gewicht auf die Wippe, dass das Ding am Boden bleibt. Es ist so einfach.

    Rückblickend war ich ja stets am Jammern, dass man mich meiner Wurzeln beraubt hatte und dass mir Unrecht geschah.
    Bei Lichte betrachtet, kann ich fest stellen, dass mir Wurzeln gewachsen sind. Feste und wohlige Wurzeln, die mir den Halt geben, den ich so lange vermisst habe.
    Das Wunderbare an dieser Erkenntnis ist, dass es diese Winzigkeiten im Alltag sind, die mich haben verwurzeln lassen.

    Das frisch gebackene Brot und der Duft im Haus, das Kind, welches am Morgen zu mir unter die Decke kriecht, der Mann, der mir kurz und zwischendurch eine Liebeserklärung macht, die kleinen Tomatenpflanzen, die endlich sprießen, Telefonate mit wunderbaren Frauen, Kaffeetrinken auf dem Spielplatz, nächtliche Plauschereien mit den Nachbarn am Gartenzaun, eine ordentlich aufgeräumte Garage, Ostereierfärben mit den Kindern, regionalem Brauchtum nachgehen und bei Palmprozessionen mitgehen, den Kindern anschließend Palmringe backen, Radiesschen züchten, stundenlanges Ratschen auf dem Markt, ein Schläfchen in der Hängematte und das Basteln am eigenen Traum (den verrate ich aber noch nicht).

    All das macht mich fest stehend, gibt mir das Rückgrat, welches ich brauche.

    Und: Ich bin dankbar. Unendlich dankbar.

  • Zerbrechlich

    Da lebt sich dein Leben so dahin und du bist glücklich mit diesem immerwährenden, fast eintönigen Trott, der ab und an durch Kinderstreiche, Treffen mit Freunden und dergleichen bereichert wird.

    Und dann?

    Und dann steht dein Leben von einer Minute auf die andere still. Zuerst auf dem Kopf und dann still.

    Als der Kater des nachts nicht nach Hause kam, hatte ich schon dieses merkwürdige Gefühl. Vom Mann zu diesem Zeitpunkt noch belächelt, dachte auch ich noch nicht daran, dass ich mich zwei Tage später in dier Tierklinik werde von ihm verabschieden müssen.
    Ein hechtgesunder Kronprinz, glänzend schwarz mit wundervollen Augen und einem Wesen, das jedes Herz geknackt hat. Gut, seinen Schwanz hatte er eingebüßt, als so ein doofes Auto schneller war als er.
    Er war unser Junge, schließlich hatten wir ihn mit der Flasche aufgezogen.

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    Damals haben wir noch geraucht. Die Schachtel mit den Zigaretten zeigt seine Größe....
    Der Mann konnte ihn in den ersten Wochen noch in der Hemdtasche mit sich herumschleifen. Er war seine Mama. Er stand nachts auf und gab ihm sein Fläschchen. Den Rest erledigten die Hündin und ich.

    Und nun ist er tot.
    Ein Nierenlymphom wurde letzendlich noch diagnostiziert. Totkrank lag er da. Zuerst dachte ich noch an einen erneuten Unfall und schwor Rache jedem BMW-Fahrer in der Nachbarschaft.

    Was auch immer das endgültige Trauma ausgelöst hatte.....am Sonntagmittag bekam er seine überdosierte Narkose und wenige Stunden danach haben wir ihn im Garten unter seiner Gartenbank vergraben. Dort, wo er immer so gerne gelegen hatte, blühen jetzt (sie blühen tatsächlich) Fuchsien.

    Das Loch, das er hinterlässt hat unsere kleine heile Welt erschüttert. Wenngleich viele unsere Tierliebe und die Nähe zu unseren Tieren nicht nachvollziehen können, so haben wir ein Familienmitglied verloren. Und wir sind in Trauer.

    Um sie erträglich zu machen, durfte am Dienstag bereits ein neuer kleiner Kater einziehen. Einer, der Herzen aufknackt, der dich zum Lächeln bringt, ebenso wie zur Verzweiflung, der deine Trauer etwas pelzig werden lässt und der dich fordert in deiner Fürsorglichkeit.

    In alle Freude über den Kleinen mischt sich die Wehmut, weil da keiner mehr in der frisch gebügelten Wäsche schläft, keiner mehr mit schlammigen Pfoten über die Küchenarbeitsplatte marschiert, keiner mehr überdimensionale Teichblätter stolz als Jagdbeute präsentiert und keiner mehr am Morgen auf meiner Zeitung liegt, mich zur Schule begleitet und auf dem noch menschenleeren Schulhof rumbrüllt.....

    Er fehlt so sehr...

    Und du lernst, dass dein Glück zerbrechlich ist. Der Wind kann sich so rasch drehen und man muss sich eingestehen, dass einfach alles zu spät ist. Du weißt dann nicht mehr, wann die letzte Berührung war, die letzte Schmusestunde, überhaupt die letzte Verbindung und du bist traurig darüber,dass du die Zeit, die du hattest, nicht so genutzt hast, wie du sie nun nutzen wollen würdest....

    Tschüss Moses, mein Junge!

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  • Schuggu geht

    http://www.youtube.com/watch?v=w1YRWDDQtZY

    Naja, ich trauere nur virtuell.

    Analog werd ich es morgen mit ihr wohl ganz lustig haben....

    ;)

    Schüss Schuggu!

  • Die schlechte Mutter

    schickt ihre erkälteten Kinder raus in die Kälte.

    Ich kann nicht mehr.
    Die beiden gehen mir hete so auf den Seier, dass ich sie nun in ihre Klamotten gepresst und zur Türe hinaus geschoben habe.

    "Kommt wieder, wenn ihr richtig müde seid!"
    Zwei Minuten später klimgelt es: "Ich wär jetzt müde..."

  • Liebe geht durch die Leber

    Ich bin Mitglied in einem Verein.
    Nichts Besonderes?
    Doch!
    Einen solchen habe ich noch nie erlebt und dessen Gepflogenheiten sind mir fremd. Völlig.
    Da war ich mir bislang nun völlig sicher weder akzeptiert, noch erwünscht zu sein und dann hatte ich heute folgendes Erlebnis:

    Die Damen des besagten Vereins kümmern sich heute um den Schmuck für den Maibaum. Die kranzen und flechten die Girlande. ALLE Damen sollten dabei sein. Nun, meine Kinder sind heute krank geworden. Ich werte diesen Zustand jetzt mal überhaupt nicht. Nein, ich sage nur, dass ich mit zwei Sektflaschen bewaffnet, einem strahlenden Lächeln auf den Lippen bei den Damen aufgetaucht bin und mich für mein Fernbleiben entschuldigt habe.

    Und?

    Ich war der Held des Tages. Dass sie nicht noch "Danke für diesen guten Morgen" gesungen haben, war alles.

    Und ich?

    Ich habe heute etwas gelernt:
    Liebe geht durch die Leber.

    So einfach ist das Leben. So einfach.

  • Frühjahrsputz

    Zwerg 1: Mama, wann machen wir mal wieder Frühjahrsputz?
    Zwerg 2 (entnervt): Mama macht doch IMMER FRühjahrsputz.

    Noch Fragen?

  • Unglaublich ergreifend

    ...für mich und vermutlich auch für diejenigen, die diese Zeit mit mir erlebt haben.

    Der Text könnte aus unserer Feder stammen. Die Erfahrungen sind identisch, die Déjà-vu-Erlebnisse in diesem Clip sind massig und nicht von der Hand zu weisen.

    Und bei aller Vergangenheitsmelancholie spüre ich doch, dass der Zaubertrank noch ein bisschen wirkt.
    Nein, ich wil die Zeit nicht zurück drehen. Sie war so intensiv, wie sie nur sein konnte. Hochs und Tiefs. Voll ausgekostet, ohne Grauzonen. Leben satt.
    Und heute?

    Naja.....für einen einzigen Tag und eine einzige Nacht......

    http://www.youtube.com/watch?v=RTlzQEA-4oc

    Zauberhafte Grüße an die Vergangenheit
    von einer, die
    eine Woche schwarz trug, als Kurt Cobain starb.

    Und wenn ich heute ins Bett gehe, werde ich mir bis dahin das MTV unpugged-video angesehen haben, von roten Gummibärchen, Spaghetti-Perücken, Fahrten im VW-Bus, Lagerfeuern am Bodensee, Feuerlöschern, nächtlichen Badeaktionen, Straßenmusikern, Übermut, Ehrlichkeit, Naivität, Echtheit und von blauen Gitarren geträumt haben.

    Thak you for the music, Locke!

  • Gegen die Winterdepression

    http://www.youtube.com/watch?v=yGwellqWlGU

    Das derzeitige Lieblingslied meiner Halblinge.

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