szmmctag

  • Bäh!

    Nicht mal die Tiere wollen heute vor die Türe.
    Es ist kalt und windig und es regnet Bindfäden. Der schöne Schnee weicht dem Sauwetter und uns bleibt nichts anderes übrig, als diesem Treiben zuzusehen. Zwerg zwo war heute auf einer Geburtstagsparty eingeladen und Zwerg eins verschwand kurzerhand mit der Freundin ins Kino. Nicht, dass wir den Film schon gesehen hätten.... ;)

    Vorhin hab ich mich nun doch noch vor die Türe gewagt und war noch kurz einkaufen. Und: Meine Stimmung scheint sich der Wetterlage anzupassen. Da nervt mich die Oma, die mich zu Fuß auf dem Parkplatz schneidet, dann ihren alten Hintern nicht von der Stelle bekommt. Die FReundinnen, die sich im Supermarkt treffen und sich freuen, sich ein gutes neues Jahr wünschen und anfangen zu ratschen, versperren den Durchgang. So lange kann ich nicht aus Höflichkeit Gummibärchen und deren Preise vergleichen. Ich muss da durch. Ich spüre, wie ich kurz vor der Pampigkeit bin.
    Beim Käse fällt der Azubine eine Verpackung runter; ich hebe sie ihr auf, sie sagt nix. Da bin ich doch kurz davor, das Teil wieder auf den Boden zu werfen.
    Brauchen wir noch Milch? Keine Ahnung. Eigentlich hatte ich den Keller voll gemacht mit gefühlten 1000 Litern Milch aber da die Zwerge gerade so viel davon trinken, dass ich erwäge, zwei Kühe in den Garten zu stellen......also rufe ich zu Hause an. Der Mann weiß, dass wenn ich vom Einkaufen aus anrufe, habe ich eine wichtige Frage. Er lässt den Zwerg ans Telefon gehen, der mir dann ausführlich von der Party erzählen möchte......grrrrr.
    Beim salat kommen dann die beiden jungen Männer , sagen wir mal...orientalischer Herkunft und schnalzen hinter meinem Rücken. Boah! Man gebe mir irgendetwas in die Hand, was Schmerzen verursacht, wenn es das Gegenüber trifft.
    Die Kassiererin will heute den Schnelligkeitswettbewerb brechen, also versuche ich sie ein bisschen auszubremsen. Das Ende der Geschichte: Eine übellaunige Frau an der Kasse und ein abgebrochener Fingernagel meinerseits.
    Draußen hat der Regen noch zwei Stufen drauf gelegt und ich krieg diesen verdammten Euro nicht mehr aus dem Einkaufswagen. Heute bin ich aber nicht großzügig. Ich pople so lange daran rum, bis ich a) klatschnass bin b) ein zweiter Fingernagel abzubrechen droht und ich c) kurz vor einem Amoklauf stehe. Ich ertappe mich bei dem Gedanken, meine Mitmenschen auf dem Parkplatz mit dem just gekauften Biohackfleisch zu bewerfen. Zur Not tun Pistazien sicher auch weh.
    Dann noch schnell bei Muttern vorbei und meine Bestellung abholen; erst daheim stelle ich fest, dass sie mir etwa 20 Luftballons untergejubelt hat. Die lasse ich im Auto. Auf diese Art von Spielchen habe ich heute keine Lust. Beide Zwerge sind wieder zu Hause, Zwerg zwo nörgelt gleich, dass das von uns geplante Abendessen ihr so gar nicht behagt, während der erste Zwerg lauthals im Walt-Disney-Double vom Froschkönig hängt.

    Da hängt frau einfach nebenher die Wäsche ab, lässt sich alle Neuigkeiten erzählen, verspricht dem maulenden Zwerg einen Gurkensalat und verzieht sich dann an den Computer, um der Welt da darußen zu sagen, dass ICH heute einen Sch...tag habe.

    Noch Fragen?
    Kannste behalten.

  • Katze im Bett und Schnee vor der Türe

    Wir gehören zu den Menschen,die mit ihren Tieren den Schlafplatz teilen. Als der Hund noch fit genug war, die Treppen hoch und runter zu springen, schlief auch der in der Besucherritze. Das darf man natürlich niemandem verraten, weil das unhygienisch ist und weil MAN das einfach nicht macht. NATÜRLICH schläft alles brav auf dem dafür vorgesehenen Platz.
    Kater Frieders Platz ist der kleine Zwischenraum zwischen den beiden Kopfkissen des Mannes und mir. Das wäre alles ganz nett und plüschig, wenn nicht des nachts eine seltsame Metamorphose mit Frieder von statten gehen würde. Er verwandelt sich bei Dunkelheit in eine Schappschildkröte. Du reckst und räkelst dich nichtsahnen und hörst in die sTille des Tiefschlafes hinein schon das Geräusch, welches ein schnurrendes Katzenmaul macht, wenn es sich blitzartig öffnet. Und ZACK hast du diese kleinen Fledermauszähne im Finger. Ich hätte ihn schon längst rausgeschmissen, wenn wir nicht wüssten, dass bei seiner Sozialiation irgendwas schief gelaufen ist. Ich interpretiere sein Verhalten, als Liebesbisse und versöhne mich mit ihm, wenn er in den Morgenstunden wieder warm, weich und kuschelig ist. Allerdings ist eines zu beachten: Nirgens ist man von den Zähnen so weit weg wie im Genick; also wird es tagsüber auch nur da gestreichelt. Die Kinder erzählen den Nachbarskindern die Mär von der bissigen Katze und das Fellknäuel hat seine Ruhe.

    Draußen hat es aufgehört zu schneien und die Minusgrade sind stark dezimiert, sodass die Kinder kaum zu halten sind. Gestern musste ich sie im Stockdunkeln ins Haus pflücken.
    Also die Abwehrkräfte sind kein Thema, liebe Liese (dein Blog gefällt mir übrigens...).

    Es hat mich vorhin recht viel Mühe gekostet, das Auto aus der Einfahrt zu manövrieren und ich habe mich dabei erwischt, dem Mann wieder irgendwelche Krankheiten an den Hals zu wünschen, weil er nicht fahrerfreundlich geschippt hat.
    Heute Nachmittag dürfen die katzen ein letztes Mal in diesem Jahr raus und dann gibt es bis morgen Nachmittag Hausarrest. Der Hund bekommt heute Abend sein Beruhigungsmittel und dann hoffe ich,d ass Deutschlands Idioten nicht allzu viel böllern. Als ob es in dieser Welt nicht genug Lärm gäbe.
    Um Mitternacht werde ich mit den Mäusen auf dem Schreibtisch sitzen, in Decken gemummelt den Nachthimmel begutachten, mich daran freuen, dass die Nachbarn mit Wunderkerzen auf der Straße stehen, mich nach dem Mann sehnen,d er heute Nachtdienst hat und bei alledem den alten Hund beruhigen, der wie in jedem Jahr fast einen Herzinfarkt erleidet.

    Und morgen....ja...morgen also ein neues Jahr.
    Da wünsche ich mir und allen, die ich mag ( und ich schließe an dieser Stelle den Seniorenbeauftragten dieses Dorfes explizit von meinen Wünschen aus! Soll er sich doch selber was wünschen, der alte Griesgram!):
    Dass der schlechteste Tag des neuen Jahres so sein mag, wie der beste Tag des vergangenen Jahres.
    Alles wird gut.
    Besser.
    2015

  • Wenn die Liste schrumpft

    Zehn Punkte waren auf der Liste, die ich heute morgen gleich nach dem Aufstehen aufgestellt hatte. ZEHN. Ganz oben stand die Bibliothek, denn die Bücher und Hörspiele waren längst überfällig. Nun suchte ich alles fein säuberlich zusammen, packte es in eine kleine wasserdichte Tasche (es schneit noch immer ohne Ende) und freute mich darauf, diesen Punkt abhaken zu können. Anschließend habe ich noch die Vorbereitungen für die anderen Punkte getroffen (Post fertig, den Neujahrsgruß für den Zeitungsboten....) und wollte mich nur noch schnell vergewissern, wann die Bib auf hat: Bis 6. Januar geschlossen. Gut, solange schreiben sie schon keine Mahnungen aber ich verliere da nun irgendwie die Legitimation, meine Mannschaft ins Auto zu propfen und in die nahegelegene Stadt zu fahren.
    Alles, was sonst noch auf der Liste steht, könnte man theoretisch im Dorf erledigen.

    Gewissenskonflikt? Zeitmanagement?
    Grrrr.
    Da bin ich einmal strukturiert und schon macht mir eine doofe Öffnungszeit einen fetten Strich durch die Rechnung.

    Also erst mal alles auf Null.
    Die Stationen im Dorf abklappern und mir dann überlegen, ob die ausgeliehenen Töpfe vom Opa heute wirklich wieder in den heimischen Schrank zurück müssen.

    Haben Töpfe Heimweh?
    Bestimmt.

    Gestern Abend hatte ich ja Purple Schulz im Wohnzimmer. Ganz mit deren Worten kann ich nur sagen: ICH WILL RAUS!!!

  • Minus 15 Grad

    ...berichtete der Mann mir heute Morgen übers Handy, als er beim Bäcker unser Frühstück jagte. Ich hingegen lag da noch eingekuschelt in den Federn und habe beschlossen, den Tag im Haus zu verbringen. Kurzerhand rief ich auch ein Schlittenverbot für die Kinder aus, weil ich keine Lust auf Erkältungskinder habe, wenn die Schule wieder los geht.
    Was zunächst ein großes Maulen war, entpuppte sich sodann als große Kreativität. Beim Aufräumen des Büros/Gästezimmers (was längst wieder überfällig war), fiel mir eine große Packung Play-Mais in die Hände. Damit wurden heute Blumen, Meerjungfrauen, Mützen, Herzen und andere Überraschungen gebastelt. Okay, in den Kinderzimmern sieht es nun genauso aus, als ob zwei Kinder mit rosarotem Popcorn gespielt hätten aber sie waren völlig ausgeglichen und hatten ihren Spaß.
    Im Augenblick sitzen sie in der Wanne und Muttern schleicht paranoid an allen Fenstern entlang und versucht, der Kälte den Garaus zu machen, die nämlich ins Haus krabbeln will. Das Feuer ist an, die Läden unten und ich liege auf der Lauer. Der Mann stöhnt, es wäre unerträglich heiß....(Ich glaube, das macht er nur, um mich zu ärgern.)
    Die Katzen weigern sich im Übrigen auch, das Haus zu verlassen.

    Ich geh jetzt noch was backen.

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    Dann wird es noch wärmer und es duftet...

    Im Hintergrund singt Purple Schulz alte Lieder und ich finde das Leben mal wieder recht lebenswert. Vor allem, weil das Büro sauber ist und ich im Januar (insofern es halten wird) Mammut und K. beherbergen kann.

    ;)

  • Wenn der Weihnachtswahnsinn vorbei ist...

    ...dann wirkt im Rückblick alles nur noch halb so wild. Und wie in jedem jahr kommt mir die Erkenntnis in den Sinn: Der Stress hätte nicht sein müssen; ich hatte eigentlich zu jeder Zeit alles im Griff.
    Ausschlaggebend war eine mir unbekannte Gelassenheit, die sich ind en letzten Tagen vor dem fest in mir breit machte. Ich ging am Morgen nicht mehr zerknirscht zur Arbeit, war nicht mehr ganz so schnell von den Kindern entnervt und konnte mich an so mancher Geste richtig freuen. Das wäre mein persönlicher Weihnachtwunsch, dass dieses Gefühl so bliebe.

    Da ich in den Woche vor Weihnachten den kompletten Kofferraum schon voll geladen hatte und- wie ich meinte- alle Einkäufe erdedigt hatt- schlich sich völlig unerwartet ein sehr kribbeliges Gefühl ein. Ich hatte stets das Gefühl etwas vergessen zu haben und ich erkrankte an dem vorweihnachtlichen Hausfrauen-Syndrom: Die Panik, die Burt könne über die beiden Festtage verhungern. Bis zuletzt wachte ich nachts auf und dachte darüber nach, wie ich improvisieren könnte, wenn ich es denn müsste.
    Dabei verlief alles so harmlos und friedlich.
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    Den Heiligen Abend begannen wir mit dem Krippenspiel in T. Die Zwerge sangen dort mit dem Kinderchor und ein mehr oder minder begabter Fagott-Spieler brachte etwas künstlerischen Anspruch ind en Laden.... So schön, wie diese Feier auch war, mir fehlte das theologische Futter und ich nahm mir fest vor, in der Nacht noch die cHristmette zu besuchen. Eigentlich müsste ich mich gut genug kennen, um zu wissen, dass solche Vorhaben immer bei mir scheitern.

    Zu Hause angekommen, stellte ich mich in die Küche: Wildlachs in Orangensoße mit Salzkartoffeln und Feldsalat. Dazu den Rosé, den ich mit Nina damals in Sobernheim getrunken hatte und anschließend ein Schichtdessert,w elches gleich mal die gesamten übrigen Spekulatius vernichtete. Die kInder konnten es kaum fassen. Muttern stellte sich nach der Kirche in die Küche!! Die Geschenke mussten also warten. Und sie warteten brav und geduldig.
    Nach dem Essen, lasen unsere Erstklässler die Weihnachtsgeschichte vor und wir waren ja sowas von stolz!

    Danach gab es die Geschenke und wieder einmal stellten wir fest: Viel zu viel! Obgleich wir uns schon auf zwei beschränkt hatten aber wenn die Großeltern sich einfach nicht zügeln können...

    Die zwei mittelalterlichen Prinzessinnenkleider standen ganz oben auf der Hitparade unserer Mädchen. Sie sehen aber auch wunderschön darin aus.

    Der erste Feiertag begann mal wieder hektisch. Was eigentlich völlig entspannt hätte sein sollen, beugte sich dem Dickkopf der Großmutter, welche, auf Freiersfüßen wandelt, zum Liebsten reisen wollte. Ich kann es ja verstehen aber wenn ich aus meiner eigenen Planung herausgerissen werden, um zum Bahnhof der Wahl der Mutter zu fahren (nein, es ist nicht der nächstgelegene....), dann bin ich leicht muffig.

    Den Nachmittag verbrachten wir bei meinem Vater. Da der Mann eine komplette doppelladung an Schichten übernommen hatte, ersparte er mir seinen Familienwahnsinn und ich konnte mich in mein Elternhaus flüchten. Für die Kinder war es sicher toll aber frustrierend und traurig ist es für mich einfach noch immer, zu erkennen, dass er und ich den Draht zueinander völlig verloren haben. So lag er den Nachmittag oben in meinem Zimmer und schaute mit den Kindern Märchen an, während A. und ich über ihn lästerten.....

    Feiertag Nr II ist ja immer so eine Sache, da der Mann Geburtstag hat. Am Vorabend hatte ich mich noch hingestezt und unter dem Einfluss von Chips und Bier ein recht witziges Geschekn zusammen gebastelt, welches außer ihm und mir niemand so richtig gefällt....aber das ist ja auch nicht wichtig.
    Mittagessen und Kaffee bei Schwiegermuttern. Der Mann und ich hatten ein Passwort ausgemacht, welches mir zur Flucht verhelfen sollte, was allerdings keinen Wert hatte, da sich der Zeitplan mal wieder völlig verschoben hatte und so dankte ich dem Herrn und Familie Schuggu, dass ich noch Brot für den Abend backen musste und Druck ausüben konnte.

    Der Abend war dann das, worauf ich seit Tagen gewartet hatte: Entspannt. Bei Bier und Schinken, selbstgebackenem Brot und Trüffelkäse, saßen wir beisammen, lachten, lästerten, schwelgten in Erinnerungen und ließen es uns gut gehen. Schon ganz lange waren wir nicht mehr so beisammen. Und als die Schuggus schwer verliebt und leicht alkoholisiert das Haus verlassen hatten, nahmen wir uns in die Arme und waren dankbar für den wunderbaren Abend.

    Fazit: Es gab keinen Streit, keiner ist verhungert oder musste auch nur annähernd auf irgendetwas verzichten.
    Alles ist gut.
    Und ich habe Vorräte im Keller, sodass ich die nächsten drei Wochen kaum in den Supermarkt gehen muss.

    Und nun hat das Christkind allem noch das Krönchen aufgesetezt: Seit gestern versinkt unser kelines Dorf im Schnee. Die kInder sind selig und fast nur noch draußen, danach wird feuer und heißer Kakao gemacht, Wolldecken und Wärmflaschen ausgegeben, gemeinsam gelesen und gekuschelt. So möchte ich den Winter haben, zumindest so lange, bis mir der Schnee wieder auf den Seier geht.....

    Heute Nachmittag wird die Familie ins Kino wandeln; ein Weihnachtsversprechen an die Kinder. Bibi und Tina- voll verhext. Vielleicht kriege ich den Mann dazu, mich zu Hause zu lassen, denn das Büro ist in einem Kriegsähnlichen Zustand und die Wäsche stapelt sich. Das ganze Haus ist soweit sauber (bwohl ich der Fee gekündigt habe...oder veillecht gerade deswegen?), nur das Büro ist ein einziger Krisenhort.

    Sei`s drum. Ich pack das irgendwie. Und wenn ich dann heute noch etwas Muse habe, kriegt der Mann noch eine leckere Käse-Sahne-Torte. Damit wären dann auch die Sahne un der Quark verarbietet, die sich im Kühlschrank zärtlich aneinander schmiegen.

    Soweit, so gut. und nun noch ein paar optische Eindrücke....
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  • Die Cholerafahne

    hängt seit gestern vor unserem Haus.

    Was zunächst von uns belächelt wurde als Nervosität vor dem Nikolaus, entpuppte sich binnen weniger Minuten zu einem handfesten Virus. Was habe ich Abbitte geleistet, als ich nachts die kleine Hand gehalten habe oder weggewischt habe, was so aus dem Kind heraus kam. Der Mann war ganz ritterlich und hat die meiste Putzarbeit übernommen.

    Der Geburtstag lief soweit gut über die Bühne. Nach Schaulaufen und Frühstückszickereien seitens meiner angeheirateten Verwandtschaft, war der Tag entspannt und glücklich, endete aber jäh, weil ich mein Zelt auf dem Badezimmerbiden aufschlagen musste.In dem Augenblick, in dem ich mir sicher war, das Leiden Christi überholt zu haben, kommt Zwerg zwo zu mir und sagt, dass es alles vollgespuckt hätte.
    "Geh zu Papa!"; mehr war aus mir Rabenmutter nicht mehr raus zu bekommen.
    Nach einer Nacht im Badezimmer, habe ich mich in den Morgenstunden mit meiner Galle unterhalten und wir beide haben beschlossen, dass wir die weiße Fahne hissen. Wo nix mehr drin ist, kann nix mehr rauskommen...
    Zurück im Bett, kam dann der Schwindel, die kopfschmerzen und das Fieber. Das Erdgeschoss habe ich gestern nur einmal ganz kurz betreten; ansonsten lag ich im Bett. Zwer ein war übrigens wieder fit und in der Schule, während Zwerg zwo den Tag auf dem Sofa mit Karlson vom Dach verbrachte.

    Ich war so guter Hoffnung, dass sich dieser kleine fiese Drecksack von Virus auch schnell wieder trollt und war auch fest der Überzeugung heute zur Arbeit zu können. Trugschluss. Bäh.

    Hinzu kam, dass das Leiden Christi einen Bruder bekommen hatte: Der Mann hatte den Badezimmerboden im Erdgeschoss übernommen. Prima.
    Und so wechseln wir uns heute ab: Einer schläft und leidet und der andere kümmert sich um die kInder und leidet auch.
    Ich klopfe mir mal auf die Schulter und sage, dass ich wenigstens noch ein paar Überweisungen getätigt und etwas aufgeräumt habe. In spätestens einer Stunde ist aber meine Tapferkeit wieder beendet, denn ich M U S S morgen zur Arbeit. Da kann kommen, was will; ich muss dieses Weihnachtsgottesdienst vorbereiten. Der Mann kann morgen daheim bleiben. Ich nicht; also muss er wieder aus den Federn und weiter leiden.
    Die Zwerge sitzen über den Hausaufgaben und legen ein meiner Gesundheit angepasstes Tempo an den Tag. Ich fange an zu schwitzen. Gutes Zeichen. Fühlt sich dennoch beschissen an.

    Habe ich eigentlich erwähnt, dass sogar die Katze heute Morgen gekot*t hat?

  • Was freue ich mich!

    ...auf einen Tag der Ruhe; nachdem gestern hier das Bastelinferno ausgebrochen war. Die Fenster sind nun mit eigentümlichen Schneemännern, Sternen und Engeln beklebt...dazwischen Unmengen an Watte, die als Schnee herhalten muss.
    Und heute?

    Der Mann schläft noch....die Kinder sitzen hier lümmelig im Nachthemd, ich gehe gleich zum Bäcker und dann wird heute alles im reduzierten Tempo ablaufen.

    Das Sonntagsmärchen gehört heute ganz und gar mir.

    Aschenbrödel....

    Davor werde ich die Mädchen noch in die Badewanne stecken.

    Heute Nachmittag gehe ich mit den Kleinen Moos sammeln und danach werden wir uns vor dem Kamin einmümmeln, Punsch trinken, die erste Kerze anzünden und ich werde aus Harry Potter vorlesen.

    Am Abend wird die Werbetrommel für den neuen Nebenjob, den ich mir vorgestern habe aufschatzen lassen, gerührt und dann harre ich der Dinge, die da kommen.

    Heute beginnt das Kirchenjahr. Auf ein Neues also.

    Ich wünsche allen einen glücklichen, besinnlichen, ruhigen und entspannten Advent!

  • Entscheidung, die glücklich macht

    Wir sind raus. Kein Vereinsleben mehr, nicht in diesem Dorf. Unerwartet kommt Zuspruch aus allen Lagern und Häme in Richtung derer, die beteiligt waren.
    Wir schauen diesem Schauspiel zu. Von Zeit zu Zeit hebt sich der Vorhang und gewährt uns Einblick in eine Parallelwelt, zu der wir niemals gehören wollten.
    Jetzt, wo alles ausgesprochen, alles geklärt und in die richtigen Bahnen gelenkt wurde, fühlt es sich so an, als wir Teil eines völlig irrealen Theaterstücks waren, welches schlichtweg als skuril zu bezeichnen wäre.

    Und dann habe ich noch eines gelernt: Man sagte mir, ich solle keinen Wert auf die Äußerungen von verbal inkompetenten, parasitären Nebenexisten legen. Welch Wortspiel....

    Es fühlt sich gut an; ich komme zur Ruhe und freue mich auf das, was sich uns anbieten wird.

    Wie gesagt, wir lehnen uns zurück, genießen das Schulterklopfen, die Anrufe, den Zuspruch und wir harren der Dinge, die da kommen.

    Zitat einer Schülerin: Sie sind nicht mehr dabei? Gut so, Frau Holunderlimonade, mein Papa hat gesagt, dass das alle verkorkste Existenzen mit einem massiven Alkoholproblem sind.

    Wenn das die Außenwahrnehmung ist, haben wir ja rechtzeitig alles richtig gemacht.

    In diesem Sinne:
    Ich bekomme gleich Besuch von Freunden.

  • Bevor ich mit den Wölfen heule

    Mannmannmann, die letzten Tage war der Wahnsinn ausgebrochen.

    Trotz Krankheit meinerseits und demzufolge auch meiner Abwesenheit, bestand ein Teil des Vereins darauf, dass ich einen Artikel schreibe. Über eine dritte Person sind mir dann Informationen zugekommen, die ich hätte veröffenltichen sollen.
    Schon da habe ich mich gefragt, ob es in diesem Verein keine weiteren Personen gibt, die lesen oder schreiben können. Mein Verdacht erhärtet sich zusehens.

    Nun denn: Nach bestem Wissen und Gewissen habe ich aus dem mir zugesandten Text einen gemacht, der man veröffentlichen kann. Grammatik und Rechtschreibung korrigiert und inhaltlich das Ding verständlich gegliedert.

    So. Beide Personen, die wir zwischengeschaltet worden sind, haben flasch verstanden, was hätte veröffentlicht werden sollen. Hm...nach unzähligen Gesprächen ist es mir noch immer nicht schlüssig, worum es denn WIRKLICH gehen sollte. Fakt ist: Der Verein steht Kopf.

    Wegen einer Spende von 100 Euro (und die Redaktion hätte wegen dieser Peanuts nur wegen mir einer Veröffentlichung zugestimmt), ist Krieg ausgebrochen.

    Das zieht nun solche Kreise, dass Beleidigungen folgen und ich der Lüge bezichtigt werde...

    Ohne die Details zu vertiefen: Ich lebe in einem kleinen Dorf und hier wurden lächerliche 100 Euro gespendet, die eigentlich hätten mehr sein sollen aber die Verantowrtlichen FINDEN den Rest wohl nicht mehr.

    Jeder, der jetzt einen geraden Satz beitragen möchte, darf nun das Bein heben und seinen unverschämten Senf dazu geben.
    Ich kann das das irgendwie verpacken, wobei ich immer noch nicht verstehe, wo genau mir unlautere Absichten unterstellt werden können.
    Die Redaktion langt sich an den Kopf und hat den Ordner zugeklappt.

    Mann und Kinder leiden unter Repressalien. Und da hört der Spaß auf. Wenn die Hexenjagd auf Mann und Kinder übergreift, ist es vielleicht Zeit, rechtliche Schritte einzuleiten.

    Der Familienrat hat gestern eine Entscheidung getroffen und nun lassen wir die Dinge mal geschehen. Man(n) darf gespannt sein.

    Dass sich hier nach und nach die Menschenstimmen einfinden, die die Ursprungsperson der Hetze an den Pranger stellen, deren Schweigen einfordern und noch weitere Geschichten ans Tageslicht fördern, bringt hier zwar etwas Struktur ins Chaos, macht die Sache jedoch nicht besser.

    Fakt ist: So eine getroffene Entscheidung befreit, bringt ungeheuren Zuspruch von anderer Seite und macht sowas von Lust auf das,was kommt.

    http://www.youtube.com/watch?v=Tm3KQMQP0hA

  • Überraschungsei für Erwachsene

    Wie gaaaanz viele andere Menschen ind iesem Land habe ich mich von einer Sendung eines Privatsenders anstiften lassen, bei einer Hamburger Firma eine Gourmet-Box zu bestellen.

    Heute ist das Schnuckelchen bei uns eingetroffen.

    Was für eine Freude!! In liebevoller Verpackung darf man wühlen und sich über kleine aber SEHR feine Leckereien freuen. Das war heute eine Mischung aus Überraschungsei und ein klitzekleines Bisschen Weihnachten.
    Einen Großteil der belgischen Haselnuss-Trüffel sind schon verputzt, genauso wie das scharfe Shortbread. Meine Herren!

    Da freuen wir uns jetzt schon auf die nächste Box....

    Und heute Abend, wenn die Mäuslein selig schlafen, werd ich vor dem Kamin an den Gatten kuscheln ( wenn er nicht gerade unzählige Leonard-Cohen-CDs für Muttern brennen muss....) und einen leckeren alkoholfreien, englischen Beerenpunsch trinken.

    Manchmal muss man sich was gönnen.
    Frau auch.

    Der Tag ist allgemein gut heute. Das erste Diktat der Mäuse ging fehlerfrei über die Bühne. Okay, ein Fragezeichen wurde verkehrt herum gesetzt....was soll`s.
    Jetzt brutzeln im Backofen Hähnchenteile in feiner Marinade, die wir uns gleich einverleiben werden. Dazu eine sehr leckere Soße aus der Gourmetbox...

    Im Moment sitzen alle restlichen Mitglieder meiner Familie auf dem Sofa aneinander gekuschelt und lesen ich gegenseitig Harry Potter vor.
    Der Biobauer hat soeben seine Kiste mit Birnen, Wirsing, Rosenkohl und Feldsalat auf die Haustreppe gestellt und wir genießen die restlichen Stunden, was wir sind und was wir haben...

    Isses nicht schön??

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